Heinsberg Aktuell

BEGAS HAUS - eine bedeutende Künstlerdynastie wird neu entdeckt

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Meldung vom 24.07.2017

Neue Räume, neue Sammlungsstücke, neues Konzept: ein Museum erfindet sich neu. Carl Joseph Begas d. Ä. (1794–1854) ist als gebürtiger Heinsberger und Begründer einer berühmten Künstlerdynastie namensgebender Mittelpunkt vom BEGAS HAUS – Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg, welches im Jahr 2014 seine Eröffnung feierte.

Mit anderen Augen

Die Malerpersönlichkeit Carl Joseph Begas d. Ä. vereint beide Schwerpunkte des Museums: Kunst und Regionalgeschichte. Der preußische Hofmaler ist nun die zentrale Figur der neuen Dauerausstellung. Aber auch seine zahlreichen Nachkommen werden erstmalig in den Fokus gerückt. Im BEGAS HAUS sind zwei sonst meist strikt getrennte Bedeutungsebenen verzahnt: „Kunstmuseum“ und „Historisches Museum“ - ein überregional einzigartiges Alleinstellungsmerkmal. Hier eröffnen sich dem Publikum vielfältige Perspektiven auf die Kunst- und Mentalitätsgeschichte der behandelten Epochen.

Zahlreiche Neuerwerbungen

Die teils monumentalen Werke vermitteln eine Vorstellung von der Bedeutung der mehrere Generationen umspannenden Berliner Künstlerdynastie für die deutsche Kunst zwischen 1810 und 1914, zwischen Romantik und Wilhelminischer Kaiserzeit. Die preußische Residenzstadt war Hauptwirkungsstätte der Künstlerfamilie, nicht zuletzt dank der Förderung der Begas´ durch die preußischen Könige und deutschen Kaiser. Viele Gemälde von Begas d. Ä. und seinen Söhnen befinden sich in den Museen und Schlössern in Berlin und Potsdam; die monumentalen Skulpturen von Reinhold Begas wie das Bismarckdenkmal und der Neptunbrunnen prägen noch heute das Bild der Hauptstadt. Die bundesweit einzigartige Heinsberger Sammlung Begas wurde mit Mitteln und der Unterstützung vieler Zuwendungsgeber um zahlreiche Neuerwerbungen erweitert, darunter einige lange verloren geglaubte Hauptwerke von Begas d. Ä. wie „Die Apotheose der Tänzerin Fanny Elßler“ (1832), „Heinrich IV. in Canossa“ (1833) und „Die Winzerfamilie“ (1850).

Geschichte veranschaulichen

Rund um die Begas-Kunst wird Heinsberger Geschichte veranschaulicht. Die ebenfalls bedeutende Regionalgeschichtliche Sammlung des Museums wurde um teils noch nie gezeigte Exponate aus eigenem Bestand sowie herausragende Leihgaben bereichert, darunter große Teile des Kirchenschatzes der benachbarten ehemaligen Stiftskirche St. Gangolf.

Einsatz moderner Medien

Das BEGAS HAUS setzt bei der Neupräsentation seiner Sammlungen bewusst auf neue digitale Medien. Der Besucher kann alle Themenbereiche mittels modernster Informationsvermittlung in Form von Info-Terminals, Hörstationen und audiovisuellen Effekten beim Ausstellungsrundgang interaktiv erkunden. Durch ein die Ausstellung strukturierendes Leitsystem, durch Interaktionsangebote, verschiedene Informationsebenen und mediale Ausstattung wird dem Besucher zusätzlich die Möglichkeit zur Vertiefung der Inhalte geboten.

Ort lebenslangen Lernens

Der nach neuesten museologischen und museographischen Standards gestaltete, barrierefreie Themenrundgang bietet sich für Besucher aller Altersgruppen an. Zehn aufwändig und durchdacht gestaltete Räume auf einer Gesamtfläche von 613 Quadratmetern und ausgestattet mit interaktiven Medien- und Hörstationen bilden einen vielschichtigen Ort des „life-long-learning“. Die imposanten Gemälde und Skulpturen der Künstlerdynastie Begas und Kulturschätze aus der Heinsberger Geschichte werden farbenprächtig und dramaturgisch verwoben präsentiert.

Nominierung für den European Museum Award 2017

Das BEGAS HAUS ist für das Finale des europaweiten Wettbewerbs zum „Europäischen Museum des Jahres 2017“ nominiert. Seit 1977 werden die besten und innovativsten Museen Europas mit dem Preis ausgezeichnet. Er ist einer der ältesten und renommiertesten Museumspreise. 

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