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Auf Wiedersehen im Jahr 2056! - Zeitkapsel im Neubau der Grundschule


Noch befindet sich der Neubau der Grundschule Grebben im Rohbau. Das Stahlbetontragwerk wird derzeit errichtet, die ersten Wände sind bereits fertig betoniert, aktuell wird die Decke über dem Erdgeschoss gegossen.

Hier entsteht auf einer Fläche von rund 3.500 Quadratmetern ein modernes Schulgebäude mit acht bis zehn großzügigen Klassenräumen. Ergänzt werden sie durch zwei Lernlandschaften mit offenen Aufenthalts- und Lernbereichen.

Mit der Einbringung der Zeitkapsel wird dieser Baufortschritt auch für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule zu einem besonderen Augenblick. Sie haben Briefe geschrieben und Bilder gemalt, mit der die Zeitkapsel gefüllt wird. Auch die aktuelle Ausgabe der Heinsberger Zeitung und ein Brief des Bürgermeisters Kai Louis werden darin für zukünftige Generationen verwahrt und sollen von einem wichtigen Abschnitt in der Geschichte der Grundschule Grebben erzählen.

„Wenn diese Zeitkapsel nach dreißig Jahren geöffnet wird, hoffe ich, dass diese Schule in den vergangenen Jahrzehnten genauso viel Freude bereitet hat, wie uns der Gedanke an ihre Errichtung.“ So Bürgermeister Kai Louis. Und er führt fort: „Denn eines sollten wir nie vergessen: Die Zukunft beginnt mit unseren nachfolgenden Generationen - sie sind es, die unsere Welt von morgen gestalten. Die Grundlagen hierfür werden in Schulen wie dieser gelegt.“

Das architektonische Konzept des Architekturbüro Pussert Kosch Architekten BDA aus Dresden greift die besondere Situation des Grundstücks auf. Die vorhandenen, markanten Bäume prägen den Charakter des Areals und vermitteln den Eindruck einer „Schule im Park“. Der Baumbestand soll weitgehend geschont und in die Gestaltung des Schulgeländes einbezogen werden.

Der zweiflügelige Baukörper wird zwischen dem bestehenden Schulgebäude, der Busvorfahrt und der Sporthalle angeordnet. Die versetzte Anordnung der beiden Gebäudeflügel bilden einen klar gefassten Eingangsvorplatz und auf der Gartenseite einen grünen Schulhof. Gleichzeitig übernimmt der Baukörper eine wichtige städtebauliche Funktion und schirmt den Schulinnenbereich wirkungsvoll gegenüber der Karl-Arnold-Straße und den nordöstlich gelegenen Gewerbegebieten ab.

Auch gestalterisch setzt der Neubau auf eine klare und zugleich kindgerechte Architektursprache. Die Fassade wird durch eine vorgehängte Ziegelfassade und raumhohe Verglasungen geprägt.

Der Sonnenschutz erfolgt über außenliegende Senkrechtmarkisen. Die eingerückten Eingangs- und Ausgangsbereiche im Erdgeschoss sind überdacht und schaffen geschützte Übergänge zwischen Gebäude und Außenraum.

Im Inneren bilden zentrale Foyers im Erd- und Obergeschoss die Schnittstelle zwischen den beiden Gebäudeflügeln. Eine offene Treppe mit Zwischenpodest verbindet die Geschosse. Die eigentlichen Lernbereiche werden ausschließlich mit Hausschuhen betreten.

Im nordwestlichen Gebäudeflügel sind im Erdgeschoss unter anderem die abtrennbare Mensa, die Küche, Lager- und Technikräume sowie die Sanitäranlagen vorgesehen. Auch der Lehrerbereich wird als eigenständiger Kommunikations- und Rückzugsort gestaltet. Neben einem Besprechungsraum für Konferenzen entsteht ein Gemeinschaftsraum, der Raum für Austausch, Rückzug und vertrauliche Gespräche bietet.

Ein besonderes Element ist die Schülerbibliothek im Foyer des Obergeschosses. Durch ihre Lage mit direktem Bezug zur Haupttreppe verbindet sie Verwaltungs- und Lernbereiche. Die eingebauten Sitzbereiche schaffen Platz für gemeinsames Lernen, stilles Lesen, Rückzug, Austausch und Entspannung.

Die Realisierung der neuen Grundschule Grebben erfolgt in zwei Bauabschnitten. Zunächst wird der Neubau auf dem nördlichen Grundstücksteil errichtet. Nach dessen Fertigstellung folgt der Abriss des bestehenden Schulgebäudes. Anschließend werden die südlichen Freiflächen hergestellt.


Bildunterschrift: Die Zeitkapsel wird von Schulleiterin Sandra Peters und Bürgermeister Kai Louis im Beisein von Vertretern der Stadt, den Ortsvorstehern Helmut Frenken, Oberbruch, sowie Guido Schluns, Schafhausen, und den Grundschulkindern in die Fassade eingelassen