Burg und Kirchberg

Burg- und Kirchberg


Burg- und Kirchberg


Der Burg- und Kirchberg – mittelalterlicher Ursprung der Stadt Heinsberg


Die Geschichte Heinsbergs nahm mit dem Burg- und Kirchberg ihren Anfang. Hier bauten die Herren von Heinsberg im Mittelalter ihren Adelssitz. Im Schutz der Burg entstand schnell eine Siedlung, dann ein Markt und schließlich eine Stadt. Später krönte eine Festung den Burg- und Kirchberg, heute ein weitläufiger Stadtpark mit historischem Flair.

Hügel sind in der flachen Landschaft des Niederrheins selten. Sie gewähren Überblick, sind gut zu befestigen und zu verteidigen. Die Heinsberger Anhöhe wählten niederrheinische Adelige im 11. Jahrhundert, um ihre Burg zu errichten. Nach dem neuen Stammsitz nannten sie sich die „Herren von Heinsberg“.

Die Burgherren ließen quer durch den Hügel einen tiefen Graben ziehen; auf dem nördlichen Teil entstand die Burg, den kleineren, südlichen Teil sicherten sie mit einer Vorburg. Dort stand die erste Kirche, auf deren Grundmauern die Stiftskirche St. Gangolf errichtet wurde. Zu Füßen des Burg- und Kirchbergs wuchs eine Siedlung, die sich rasch zum wirtschaftlichen Zentrum der Gegend entwickelte und um das Jahr 1255 das wertvolle Stadtrecht erhielt: Heinsberg.

Burg, Stiftskirche und Stadt spiegelten Macht und Herrlichkeit der Herren von Heinsberg wider. Als die Dynastie im 15. Jahrhundert ausstarb, wurde die Burg Sitz eines Amtmannes des neuen Herrn, des Herzogs von Jülich.

In der frühen Neuzeit waren moderne Festungen gefragt, die den neu erfundenen Kanonen standhielten. Seine Heinsberger Burg ließ der Herzog von Jülich ab 1538 zur Zitadelle umbauen – inklusive Pulverturm und Kasematten. Bereits fünf Jahre später überstand sie die erste Belagerung. Im Jahr 1678 schleiften französische Truppen die Anlagen, übrig blieben Ruinen: Auf dem Burgberg sind die Reste der mittelalterlichen Burg zu besichtigen, rund um St. Gangolf haben sich Teile der frühneuzeitlichen Festungsanlage erhalten.

Der Burg- und Kirchberg wurde 2005/2006 gründlich saniert. Die Mauerreste wurden stabilisiert, neue Wege, Grünanlagen und eine Freilichtbühne angelegt. Als Stadtpark lädt der Burg- und Kirchberg seitdem zum Verweilen ein und ist Ort zahlreicher Veranstaltungen.