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Gelungener Wettbewerbsentwurf für Grebbener Grundschule


Verschiedene Gutachten zu der in den 50iger Jahren gebauten Grundschule in Grebben, gelangten zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung aufgrund immenser und schwer kalkulierbarer Kosten nicht sinnvoll ist. „Ein Ersatzneubau auf demselben Grundstück ist eine gute und kostengünstige Lösung, damit die Schüler während der Bauphase trotzdem an ihrem gewohnten Standort lernen können“, so Bürgermeister Kai Louis.

Die Stadt Heinsberg entschied sich daher für die Ausschreibung eines Realisierungswettbewerbs. Insgesamt reichten 15 Architekturbüros in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten ihre hochwertigen Beiträge ein und machten damit die Entscheidung der Jury, bestehend aus Fachleuten und Ratsvertretern nicht leicht.

Der Siegerentwurf des Architekturbüros Pussert Kosch mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden überzeugte durch sein innovatives schulisches Grundrisskonzept und seinen Baukörper. Der Wettbewerbsbeitrag erreicht die Ziele der modernen Pädagogik und einer zeitgemäßen Nachhaltigkeit mit einfachen Mitteln der Architektur. Unterschiedlich nutzbare Räume bilden das didaktische Grundgerüst und bieten Platz für gemeinsames Lernen.

Der Eingang des Gebäudes ist zentral zur Straßenseite ausgerichtet. Schülerinnen und Schüler haben so direkten Zugang von der Busschleife zur Schule. Die gute Auffindbarkeit des Eingangs wird unterstützt durch die freiraumplanerische Gestaltung.

 „Der ambitionierte Entwurf erfüllt alle Voraussetzungen, den beiden Schulgemeinden der Teilstandorte des Grundschulverbundes Grebben-Schafhausen eine neue gemeinsame Heimat zu geben“, erklärt Bürgermeister Kai Louis. „Der Entwurf nimmt den Zuschnitt des Gebäudes geschickt auf und reagiert besonders auf den sensiblen Ort. Die großen Bestandsbäume können überwiegend erhalten werden“, so Louis weiter.

Der Baubeginn ist für 2025 geplant. Die Kosten belaufen sich auf 8,46 Millionen Euro, für die Gestaltung des großen Außengeländes sind 775.000 Euro eingeplant.

Erst nach der Fertigstellung des Neubaus und dem Umzug von Lehrern und Schülern wird das alte Gebäude abgerissen.

Noch bis Ende des Jahres ist im Foyer des Rathauses der Stadt Heinsberg in der zweiten Etage eine kleine Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge zu besichtigen. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.

 


Bildunterschrift (v.l.): Architekt Dirk Pussert, Bürgermeister Kai Louis und Landschaftsarchitekt Martin Mengs mit dem Gewinnermodell