Christuskirche


Christus Kirche

Die evangelische Christuskirche – innovatives Zentrum einer traditionsreichen Gemeinde

Energetisch wegweisende Architektur bietet die evangelische Christuskirche in Heinsberg. Der Nachkriegsbau wurde im Jahr 2013 als weltweit erstes Nichtwohngebäude nach zertifizierten Passivhausstandards modernisiert. Die Christuskirche setzte Maßstäbe für die energetische Sanierung von bestehenden, insbesondere denkmalgeschützten Gebäuden.

Die evangelische Kirchengemeinde Heinsberg ist eine der ältesten im Rheinland. Bereits im Jahr 1553 bestand eine reformierte Gemeinde, die schnell wuchs: Anfang des 17. Jahrhunderts gehörte etwa die Hälfte der städtischen Haushalte der neuen Konfession an, ganze Nachbarschaften waren reformiert.

Im Zeitalter der konfessionellen Spannungen dauerte es über 100 Jahre, bis die protestantische Gemeinde eine eigene Kirche hatte: die Große Krone, ein repräsentatives Bürgerhaus, das in einem finanziellen Kraftakt umgebaut wurde. Fast 300 Jahre blieb das Haus Große Krone die evangelische Kirche im Herzen der Stadt – bis britische Bomben sie Ende 1944 zerstörten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fehlte wieder eine Kirche, obwohl die evangelische Gemeinde erheblich wuchs. Die Zeit der Provisorien endete erst 1953, als der Neubau eingeweiht wurde: Die Christuskirche ist seitdem der Mittelpunkt eines regen Gemeindelebens.

Anfang der 2000er Jahre wurde der denkmalgeschützte Nachkriegsbau zum Sanierungsfall. Die Gemeinde entschloss sich, die Renovierung von Pfarrhaus und Kirchengebäude zusammen mit dem Architekturprofessor Ludwig Rongen zum Pilotprojekt zu machen. Ein Passivhaus, also ein Gebäude, das kaum Heizenergie benötigt, sollte entstehen, zugleich aber die typische Ziegelfassade erhalten bleiben. Professor Rongen entwickelte ein wegweisendes Dämmkonzept, das Standards setzte.

Als weltweit erstes modernisiertes Nichtwohngebäude wurde die Christuskirche nach Passivhausstandards zertifiziert – ein innovatives, nachhaltiges und lebendiges Zentrum der evangelischen Gemeinde in Heinsberg.